Dienstag, 23. Februar 2021
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Heute am 23.02.2021 gab es im Raum Wiener Neustadt wieder eine hohe Belastung durch SAHARASAND. Dieser QUARZSAND ist eines der härtesten Naturelemente und kann deinen Motor unweigerlich zerstören, wenn er durch einen schlechten oder stiefmütterlich gewarteten Luftfilter irgendwie in den Zylinder- bzw. Verbrennungsraum gelangt.

Ein Rotaxmotor benötigt pro Stunde ca. 180.000 Liter Luft, ein Lycomingmotor sogar das Doppelte. Diese Luft gelangt meistens über einen relativ kleinen Dauerluftfilter über den Ansaugtrakt in den Verbrennungsraum deines Motors. Meist sind es K&N Baumwollfilter, die verbaut werden. Aber nicht nur.....

Diese K&N Filter müssen bauartbedingt gut eingeölt sein, damit sie ihre volle Filterwirkung entfalten. Ich habe es heute getestet.....viele Luftfilter, besonders vergammelte Typen, lassen den Saharasand teilweise durch...und können deinen Motor durch die Schmirgelwirkung des harten Saharasandes von Innen heraus zerstören.

Also checkt einmal eure Luftfilter auf Zustand etc. oder fliegt nicht in den Tagen mit hoher Saharastaubbelastung in der Luft.

https://www.zamg.ac.at/cms/de/umwelt/luftqualitaetsvorhersagen/schadstofftransport/?imgtype=0

Peter Schmidt
http://www.trytofly.at
vor etwa 2 Jahren
·
#3818
Liebe Freunde Nachdem heute am 25.02.2021 wieder im Bereich von Wien der Saharastaub über Wien sichtbar war, .... Vor Jahren wussten wir auch nicht was ein Tsunami, eine COVID 19nPandemie oder eine Corona Inzidenz ist. Peter Schmidt http://www.trytofly.at


Ja, schon Rommel wusste, dass mit der Sahara nicht zu spaßen war!
Für Autmobilmotoren gibt es für dergleichen Gegenden ja eigene Filter, die damit fertig werden.
Vielleicht könnte man so einen Filter mit Ansaugrohr über Dach auch auf Katanas montieren?

LG Axel der Aerotekt

PS: Im Zweifelsfall sollte aber eine FFP2 Maske vorm Ansaugtrakt reichen, die filtert ja angeblich alles und jedes
vor etwa 2 Jahren
·
#3817
Liebe Freunde

Nachdem heute am 25.02.2021 wieder im Bereich von Wien der Saharastaub über Wien sichtbar war, habe ich einen kleinen, wissenschaftlich unbedeutenden aber doch interessanten Test unser in den Katanas, DA40 und Gyrocopter verbauten K&N Luftfilter gemacht.

Annahme und Versuchsaufbau:

Partikelgröße Saharastaub entspricht in etwa Betonstaub ca. 10 Mikrometer Partikelgröße
Ansaugmenge des Rotax Flugmotors entspricht in etwa meinem alten Industriestaubsauger

Jetzt habe ich einen trockenen K&N Filter auf den Ansaugschlauch meines Staubsaugers montiert, diesen eingeschaltet und ihn ganz geringe Mengen von Betonstaub ansaugen lassen.

Ergebnis: Keinerlei Filterwirkung oder zumindestens fast keine

Dann habe ich den K&N Filter gereinigt und ihn wie vorgeschrieben mit K&N Filteröl eingesprüht. Testablauf wie oben beschrieben....

Ergebnis: Filterwirkung deutlich besser, aber noch immer gelangte Betonstaub in den Ansaugschlauch hinter dem Filter. Der Rest verpickte dann den Luftfilter....

Meine Meinung: Die in diesen Fliegern eingebauten Luftfilter sind zwar gut für groben Schmutz, Gras oder Fliegen, sind aber für Saharastaub gänzlich ungeeignet. Vielleicht sollte man das in Zukunft bei der Flugplanung bei hoher Konzentration von Saharastaub berücksichtigen oder dem Luftfilter,dessen Aufbau und Zustand mehr Bedeutung zumessen.

Ja, man lernt dazu. Vor Jahren wussten wir auch nicht was ein Tsunami, eine COVID 19nPandemie oder eine Corona Inzidenz ist.

Peter Schmidt
http://www.trytofly.at
vor etwa 2 Jahren
·
#3815
Danke für den Hinweis Peter!

Auch wenn man es schon einmal gewusst hat - sowas vergisst man leicht.

LG Axel der Aerotekt

PS: Wie machen das die Flieger in Nordafrika eigentlich?
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