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Glossar

Term Definition
Abfangen

Das Fluggerät aus dem buglastigen Sinkflug in eine horizontale Fluglage bringen, wobei das Sinken des Flugzeuges reduziert wird, und die Geschwindigkeit sich dadurch verringert.

Abkühlungsnebel

Entsteht, wenn Luft von einer kalten über eine wärmere Oberfläche weht.

Ein nettes Beispielbild.

Abwind

Relativ räumlich begrenzte, nach unten gerichtete Luftströmung an der Leeseite von z.B. Bergen.

Abwind tritt auch im Niederschlag und in der Nähe von kumulusförmiger Bewölkung auf.

ADF

Automatischer Radiokompass (Automatic Direction Finder):

Funknavigationsinstrument, das Signale von ungerichteten Funkfeuern – NDB, oder Kurzwellensendern - empfängt.

Die Nadel der ADF-Anzeige zeigt immer in Richtung des eingestellten Funksignals und führt so zum Funkfeuer hin.

Veraltete Navigationsmethode, die in Europa kaum mehr verwendet wird.

Advektion

Horizontale Bewegung von Luftmassen oder atmosphärischen Erscheinungen.

In der Meteorologie wird mit diesem Vorgang zuweilen die horizontale Komponente der Konvektion benannt.

Advektionsnebel

Entsteht bei Verschiebung von warmer, feuchter Luft über eine kühlerer Oberfläche.

Advektionsnebel wird dichter, wenn sich die Windgeschwindigkeit auf etwa 15 Knoten erhöht.

Aerodynamik

Die Lehre der Wechselwirkung von Luftstrom und Fläche sowie Luftströmungen.

Aeronautik

Die Wissenschaft und Lehre des Fliegens.

Unterteilt sich in die Bereiche Aerostatik und Aerodynamik.

Aérospatiale

Ehemaliger französischer Luftfahrzeughersteller.

1998 fusionierte Aérospatiale mit Matra Haute Technologie (einer Tochter des französischen Matra-Konzerns) zu Aérospatiale-Matra, welche am 10. Juli 2000 mit anderen europäischen Unternehmen zur EADS (Airbus) fusionierten.

AIM

Das AIM (Aeronautical Information Manual) it dass Standardwerk in der U.S.-Luftfahrt, zusammen mit der FAR (Federal Aviation Regulation).

Das von der US-Luftfahrtbehörde FAA herausgegebene AIM ist eine offizielle Informationsquelle für Navigationshilfen, Flughäfenbetrieb, Flugsicherheit und andere wichtige Informationen für Piloten und Fluglotsen. Online zu findest Du die hier die aktuelle Ausgabe des AIM.

Airbus Industries

Konsortium der Luftfahrzeughersteller Aérospatiale (Frankreich), Airbus (Deutschland), British Aerospace (Großbritanien) und CASA (Spanien) mit Hauptsitz in Toulouse, Frankreich.

Airbus zählt mit Boing zu den weltweit größten Herstellern kommerzieller Flugzeuge. Ihre wichtigsten Modelle sind die Verkehrsflugzeuge A310, A320, A321, A330, A340, A350 sowie A380.

Link zur Website von Airbus

Alphabet

Zur eindeutigen Verständigung im Flug wurde für Piloten ein standardisiertes Alphabet entwickelt, das zum buchstabieren beim Funken benutzt wird:

Alpha 
B Bravo
C  Charlie
D  Delta
 Echo
F  Foxtrot
G  Golf
H  Hotel
I India
J Juliet
K Kilo
L Lima
M Mike
N November
O Oscar
P Papa
Q Quebec
R Romeo
S Sierra
T Tango
U Uniform
V Viktor
W Wiskey
X X-Ray
Y Yankee
Z Zulu
1 ein(s)
2 zwo
3 drei
4 vier
5 fünf
6 sechs
7 sieben
8 acht
9 neun
null
100 ein hundert
1000 ein tausend

 

ALS

Das Anflugbefeuerungssystem ALS - ausgeschrieben: Approach Light System - ist eine farbcodierte oder eine geordnete Folge von Blinklichtern.

Das ALS hift dem Piloten beim Übergang vom Instrumentenanflug zum Sichtanflug und kennzeichnet den Anflug auf eine Landebahn.

Altocumulus

Mittelgroße Wolkenart mit weißen oder grauen Schichten bzw. Feldern und welligem Aussehen.

Sie kommen als abgerundete Wolkenbänke oder in Walzenform vor und enthalten Wassertröpfchen. Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt können sie Eiskristalle ausbilden.

Altocumulus Castellanus

Eine mittelgroße Wolkenart mit vertikalen Ausstülpungen und zinnen- oder turmartigen Aussehen.

Diese Wolkenart weist auf Instabilität und Turbulenzen hin.

Altostratus

Wolken, die sich flach und schichtförmig in mittleren Höhen bilden.

Ihre Untergrenze schwankt üblicherweise in mittleren Breiten zwischen 6.500 ft - 23.000 ft (1.980 m - 7.000 m).

Antellwinkel

Der Winkel zwischen Tragfläche (Profilsehne) und Luftstrom (Anblasrichtung).

Je größer der Anstellwinkel, desto größer der Auftrieb.

Der Anstellwinkel kann jederzeit durch Betätigung des Höhenruder verändert werden. Ab dem kritschen Anstellwinkel bilden sich an dem Tragflügel Luftwirbel und es kommt zum Strömungsabriß, da der Luftstrom dem Tragflügelprofil nicht mehr folgen kann.

Antizyklone

Ein Hochdruckgebiet mit einer geschlossenen Kreisströmung, die (von oben betrachtet) auf der nördlichen Halbkugel der Erde im Uhrzeigersinn, auf der südlichen Halbkugel entgegen des Uhrzeigersinns und am Äquator unbestimmt verläuft.

Antriebssystem

Das Antriebssystem besteht aus dem Triebwerk und dem Propeller.

APU

Die APU (Auxillary Power Unit) ist ein kleines Hilfsturbine, die sich in Heck von Verkehrsmaschinen befindet.

Diese versorgt die Maschine am Boden mit Strom, Luft für die Klimaanlage und hydraulischen Druck, der dann unter anderem dafür genutzt wird, um die richtigen Triebwerke zu starten.

Aresti

Schreibweise für ein Luftfahrt-Chiffre-System, welche nach dem Kunstflugpiloten Prinz Aresti benannt wurde.

Dieses Vokabular für Flugmanöver und Sequenzen wird von Piloten und Punktrichtern bei Flugwettbewerben und Flugschauen verwendet.

In der Kunstfliegerei ist es notwendig, unmissverständlich darzustellen, was überhaupt geflogen werden soll; dazu kommt die Notwendigkeit einer Schreibweise, die schnell und mit einem Blick erfasst werden kann.

International wird für die Darstellung der Kunstflugfiguren die Symbolschrift nach Aresti verwendet.

ATC

Air Traffic Control (ATC): Flugverkehrskontrolle - die Hauptaufgabe des Fluglotsen.

Hierbei wird sichergestellt, dass zwischen zwei Luftfahrzeugen die vorgeschriebenen vertikalen sowie horizontalen Abstände eingehalten werden.

Wichtigstes Hilfsmittel der Fluglotsen sind dabei Radar sowie UKW- Sprechfunk zur Kommunikation mit den Piloten.

Der Fluglotse steuert den Flugverkehr im Wesentlichen mittels Anweisungen an die Piloten bezüglich der Flughöhe, des Steuerkurses und, seltener, der Fluggeschwindigkeit der Luftfahrzeuge.

Man unterscheidet drei Hauptbereiche der Flugverkehrskontrolle:

  1. Flugplatzkontrolle
  2. Anflugkontrolle
  3. Streckenkontrolle
ATIS

ATIS bzw.  Automatic Terminal Information Service - auf einer bestimmten Funkfrequenz – oft in Verbindung mit einem VOR-Frequenz - ständig wiederholte Ansage über das Wetter und der in Betrieb befindlichen Landebahnen.

ATIS wird bei Veränderung der Flughafen- bzw. Wetterbedingungen bzw. alle 30 Minuten aktualisiert, dient zur Information der Piloten für die Landung oder für Streckenflugwetter und ist auf vielen Flughäfen mit besetztem Kontrollturm verfügbar.

Atmosphärische Stabilität

Beschreibt den Zustand der Atmosphäre, bei dem die vertikale Temperaturverteilung so verläuft, dass eine gewisse Menge an Luft einer Verlagerung aus ihrer ursprünglichen Höhe widersteht.

Maß für die Vertikalbewegung von Luft in einer Luftmasse.

Atmosphärischer Niederschlag

Wasser, Schnee oder Eis, das aus der Luft zu Boden fallen.

Ein Kriterium für atmosphärischen Niederschlag ist, dass er auf den Boden auftrifft.

ATPL

ATPL = Airline Transport Pilot License. Notwendig, um ein Linienflugzeug einer Luftfahrtgesellschaft fliegen zu dürfen.

Für den Erwerb dieser Lizenz muss man mindestens 21 Jahre alt sein sowie mindestens 1500 Stunden Flugerfahrung haben.

Auftrieb

Die nach oben gerichtete Kraft und einer der 4 Hauptkräfte (Auftrieb - Schwerkraft, SchubWiderstand), die auf ein Flugzeug einwirken.

Der Auftrieb wird durch einen mit dem Luftstrom in Wechselwirkung stehenden Tragflügel erzeugt (dynamischer Auftrieb): die Tragfläche ist an der Oberkante stärker gebogen als an der Unterkante, wodurch auf der Oberseite ein Unterdruck entsteht.

Der Schweizer Physiker Daniel Bernoulli entdeckte diesen Effekt: Je höher die Geschwindigkeit, desto geringer der Luftdruck an einer gebogenen Fläche und desto mehr wird die Tragfläche durch den Unterdruck nach oben gezogen.

Statischer Auftrieb wird z.B. in der Luftschiffahrt durch Gase erzeugt, welche leichter als die sie umgebene Luft sind.

Aufwind

Lokal begrenzte Luftströmung nach oben.

Den Aufwind nutzt z.B. das Segelflugzeug um Höhe zu gewinnen.

Autopilot

System zur automatischen Steuerung des Flugzeuges, in einfachen Ausführung wird nur die Höhe und/oder die Flugrichtung gehalten.

Anspruchsvollere Autopiloten sind mit dem Bordcomputer gekoppelt und führen das Flugzeug vom Start bis zur Landung selbstständig.

Hierbei wertet der Bordcomputer die von den Instrumenten des Flugzeuges und von Flugleiteinrichtungen gelieferten Signale aus, vergleicht sie mit seinen Vorgaben und übermittelt bei Bedarf dem Autopiloten die nötigen Daten zur Korrektur.

Autorotation

Bei Hubschraubern: durch den Luftstrom erzeugte Drehbewegung des Triebwerkes nach Triebwerksausfall.

Die Autorotation stellt die Versorgung der technischen Systeme (Hydraulik, Elektrik, Druckluft) des Fluggerätes sicher, damit Steuerung, Kommunikation und Navigation weiterhin möglich sind.

Die Autorotation ermöglicht Hubschraubern, ohne angetriebenem Hauptrotor zu landen. Sie ist Basis eines Notmanövers nach Ausfall des Antriebes oder notwendiger Drosselung des Antriebes nach Ausfall des Heckrotors und ist vergleichbar mit dem Gleiten eines Flugzeugs ohne (funktionierenden) Motor.

Avionik

Kürzel aus den Begriffen Aviation und Elektronik (Luft- und Raumfahrtelektronik).

Als Avionik wird im allgemeinen die elektronische Kommunikation, Navigation und Flugsteuerungsanlagen an Bord eines Luftfahrzeugs bezeichnet.

Axialstrom

Luftstrom parallel zur Längsachse eines Turbinentriebwerkes.

Bevor der Luftstrom zur Brennkammer weitergeleitet wird, trifft er aus der Fahrtrichtung direkt auf die Turbinenschaufeln des Verdichters.

Barisches Windgesetz

Barisches Windgesetz, oder auch Buys-Ballotsches Gesetz

Faustregel die besagt, daß bei einer Position auf der nördlichen Halbkugel der Erde und bei Rückenwind sich der geringere Luftdruck auf der linken Seite des Beobachters befindet.

Barometer

Instrument zur Messung des Luftdruckes mit Hilfe eines Metallmembrans.

Eine Veränderung des Luftdruckes biegt das Membran, welches widerum einen Zeiger über einer Skala bewegt (auch Dosenbarometer genannt).

barometrische Höhenstufe

Die barometrische Höhenstufe ist die Höhenänderung, die bei 1 hPa Druckänderung auftritt.

Diese ist allerdings nicht konstant, sondern sie nimmt mit der Höhe kontinuierlich zu.

Beacon

Das Beacon ist ein rotes Blink- oder Drehlicht, dass sich üblicherweise oben auf der Seitenflosse oder am Rumpf oben in der Mitte befindet.

Es warnt vor dem Anlassen der Triebwerke oder vor schon laufenden Triebwerken, um während des Anlassens oder Betriebs des Triebwerks keine Leute in der Nähe der Triebwerke zu gefährden.

Bell, Alexander Graham

Amerikanischer Erfinder, geb. in Schottland, 1847-1922.

Ehemaliger Taubstummenlehrer mit starken Interesse für Nachrichtentechnik und Aeronautik. Er experimentierte mit Drachen und war später Mitbegründer der Aerial Experiment Association (Gesellschaft für Flugexperimente).

Bernoulli, Daniel

Schweizer Wissenschaftler, 1700-1782.

Stellte die Bernoullische Gleichung auf und definierte damit einer der wichtigsten Grundlagen der Aerodynamik und Luftfahrt.

Bernoullische Gleichung

Die Bernoullische Gleichung besagt, daß der Druck eines strömenden Mediums (Flüssigkeit oder Gas) sich umgekehrt proportional verhält zu seiner Geschwindigkeit.

Anders gesagt: Bernoulli stellte fest, daß der Druck der Luft dort vermindert wird, wo die sich Strömungsgeschwindigkeit erhöht.

Dieses physikalische Gesetz kommt in der Luftfahrt zur Anwendung, um dynamischen Auftrieb zu erzeugen. Hierbei strömt die Luft schneller über die obere gewölbte Fläche des Tragflügels und erzeugt einen Unterdruck an der Oberseite.

Es entsteht eine nach oben gerichtete Kraft, welche der Erdanziehung entgegen wirkt.

Black Box

Die Black Box zeichnet die wichtigsten Flugdaten auf und befindet sich üblicherweise im Heck von Verkehrsmaschinen. I

m Falle eines Absturzes liefert sie wertvolle Fakten und Hinweise um die Unfallursache aufzuklären und so die Luftfahrt sicherer zu machen.

Blitz

Von Gewittern erzeugte, starke elektrische Entladung.

Blitze stellen für die meisten Luftfahrzeuge kaum eine große Gefahr dar, da der Flugzeugrumpf wie ein Faradayscher Käfig wirkt.

Der Faradaysche Käfig ist eine allseitig geschlossene Hülle aus einem elektrischen Leiter (z. B. Drahtgeflecht oder Blech), deren Innenraum von äußeren elektrischen Feldern oder elektromagnetischen Wellen abgeschirmt ist.

Blitze können jedoch elektronisches Gerät beschädigen bzw. den Piloten vorübergehend blenden.

Bodeneffekt

Zusätzlich entstehender Auftrieb, der bei einem Flug in Bodennähe entsteht und bei Tiefdeckern stärker auftritt als bei Hochdeckern.

Der Bodeneffekt kann gewollt bei der Landung zum Ausflaren genutzt werden, aber auch ungewollt zu Problemen bei kurzen Landebahnen führen.

Faustregel: Die Flughöhe für das Auftretten des Bodeneffekts ist gleich oder kleiner der halben Spannweite des Tragflügels.

Bodennebel

Nebel, welcher weniger als 60% des Himmels bedeckt und nicht an die Wolkenuntergrenze anstößt.

Bodensicht

Direkte Sicht in Augenhöhe auf die Erdoberfläche.

Böe

Ein plötzlicher, kurzer Windstoß.

In Flugwetterberichten und -vorhersagen werden Böen mit einem G, gefolgt von der zwei- oder dreistelligen Maximalgeschwindigkeit, meist in Knoten (KT), angegeben.

G35KT etwa bedeutet Windböen bis maximal 35 Knoten.

Boeing

Amerikanischer und neben Airbus einer der größten Luft- und Raumfahrzeughersteller. 1916 von William Boeing gegründet.

Link zur Website.

Bypass Ratio

Bypass Ratio (BPR) = Nebenstromverhältnis.

Das BPR ist das Verhältnis zwischen Luft, die in das Kerntriebwerk gelangt und die nur durch den Fan geht, aber nicht in das Haupttriebwerk gelangt (Turbofantriebwerk).

Es beträgt heutzutage etwa 5:1 - 9:1 also 80 – 90%.

C-Check

Beim C-Check wird das komplette Flugzeug (Linienflugzeug) teilweise auseinander gebaut und überprüft.

Der C-Check findet – je nach vorheriger Flugleistung – alle 15 - 18 Monate statt. Ein C-Check fällt bereits in die Kategorie "Major Check".

Er beinhaltet eine detaillierte Inspektion der Flugzeugstruktur und einen gründlichen Test der Systeme, sowie eine teilweise Freilegung der Verkleidung für gründliche Überprüfungen. Das Flugzeug bleibt dafür ein bis zwei Wochen im Hangar.

Für einen C-Check fallen ca. 5000 Arbeitsstunden an. Die Instandhaltung gewerblich genutzter Luftfahrzeuge, insbesondere von Verkehrsflugzeugen, ist gemäß Anhang II der EU Verordnung 2042/2003 (Part 145) streng reguliert.

Calibrated Airspeed

Die Calibrated Airspeed (CAS) ist die um den Installationsfehler sowie Instrumentenfehler berichtigte Eigengeschwindigkeit, basierend auf der Indicated Airspeed (IAS).

Fehlanzeigen von mehreren Knoten treten besonders im Langsamflug mit bestimmten Klappenstellungen auf, der Fahrtmesser zeigt zu wenig Fahrt an.

Die abgelesene Fluggeschwindigkeit Indicated Airspeed (IAS) muss deswegen anhand einer Korrekturtabelle, die der Flugzeughersteller für jeden Flugzeugtyp individuell gemessen hat, korrigiert werden.

Ceilometer

Ein am Boden eingesetztes Meßgerät zur Bestimmung der Wolkenhöhe.

Gemessen wird die Laufzeit eines an der Wolkenbasis reflektierten Licht- oder Radarimpulses.

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